[interview] Benedikt Köhler zum Thema Wissenschaftsblog

Benedikt Köhler, seines Zeichens einer der größten deutschsprachigen Wissenschaftsbloggern hat turi2-Mitarbeiter Peter Schwierz im Rahmen der re:publica ein Interview gegeben. Thema? Klar: „Warum sollen Wissenschaftler bloggen?“

Ich sehe es prinzipiell genauso, wobei ich aber ein entschiedener Gegner des Satzes „Bücher liest ja keiner mehr“ bin. Vielmehr würde ich sagen Weblogs und Bücher, sind einfach wie Birnen und Äpfel, zwei völlig unterschiedliche Medien. Und eines traue ich mir ohne weiteres zu behaupten: Sie werden nebeneinander bestehen und sich gegenseitig ergänzen. Es geht also vorallem darum zu erkennen, wo das Potential der Weblogs ist :-).
Aber nichts desto trotz würde auch ich mir mehr Kollegen wünschen, die unserem Beispiel folgen. Danke Benedikt für deine Worte.

4 Antworten auf „[interview] Benedikt Köhler zum Thema Wissenschaftsblog“

  1. Klar ist der Satz ein bisschen zu sehr zugespitzt. Auch ich lese gerne und sammle Bücher. Dennoch: Wenn ich in meiner Arbeit die Wahl habe zwischen einer Volltext-durchsuchbaren digitalen Ausgabe und einer Papierversion, bevorzuge ich mittlerweile die Digitalversion. Das gilt v.a. für die zahlreichen schwer verfügbaren Fachzeitschriften aus dem 19. Jh. Außerdem zielt der Satz auch auf den enormen Output der wissenschaftlichen Fachverlage. Diese ganzen Dissertationen und Diplomarbeiten würden es als digitale Ausgaben (evtl. Print-on-Demand) ebenso tun. Diese Bücher will ich mir nicht ins Regal stellen und meistens ist die Druck- und Designqualität auch noch minderwertig.

  2. naja dagegen ist nichts einzuwenden, aber jetzt verstehe ich den zusammenhang mit blogs nicht mehr wirklich …
    ein blog ist ein sammelsurium, aber kein buch 🙂

  3. Benedikt Köhler bezieht sich meines Erachtens auf „die“ Bücher „der“ Wissenschaftler. Bücher werden bei ihm nicht allgemein abgehandelt, so, wie der Autor es im Blog schreibt: “Bücher liest ja keiner mehr“.

    @ Martin
    Bendikt Köhler geht einzig auf die Reichweite und Reaktionen ein. Auf Blogs ist ein Wissenschaftler gezwungen zu reagieren. Auf ein Buch, indem er kritisiert wird, nicht. Genau das kann die Dynamik in der Wissenschaft neu gestalten.

  4. hi jana,

    nun mir ist eigentlich seine argumentation klar, aber was mir einfach nicht gefällt ist, dass man beginnt weblogs und bücher zu vergleichen …

    aus meiner sicht ist es kein vergleich sondern weblogs sind gänzlich neue möglichkeiten, es ist ein neues medium … weblogs können für etwas verwendet werden, für etwas anderes nicht …

    aber das hat eigentlich mit „wer liest heute noch bücher“ nichts zu tun und genau diese argumente tut uns bloggern letztendlich weh, weil uns vorgehalten wird, dass wir irgendwas ersetzen wollen .. und das ist es definitiv nicht … bücher sind gänzlich was anderes und enorm wichtig in der wissenschaft … weblogs werden uns helfen, gedanken schneller auszutauschn und zu diskutiern …

    lg

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