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[publication] Online-Lernangebote in den Lebensalltag integrieren – Brückenbauen bei der Kursplattform imoox.at #imoox

Im Rahmen des gemeinschaftlichen Kompendiums „Lehrende arbeiten mit dem Netz“ haben wir einen Beitrag zu „Online-Lernangebote in den Lebensalltag integrieren – Brückenbauen bei der Kursplattform imoox.at“ beigesteuert. Danke an werdedigital.at für die Organisation.

Auf der Plattform imoox.at werden seit Frühjahr 2015 kostenlose und offen lizenzierte Online-Kurse angeboten. Rund 6.000 Personen haben sich dafür bereits registriert. Die Zielgruppe der Kurse sind dabei Schüler_innen, Student_innen, aber auch Erwachsene unterschiedlichen Alters, die sich weiterbilden möchten …..

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Zitation: Schön, S., Ebner, M. (2015) Online-Lernangebote in den Lebensalltag integrieren – Brückenbauen bei der Kursplattform imoox.at, In: Lehrende arbeiten mit dem Netz, Publisher: Institut zur Förderung digitaler Mediennutzung – WerdeDigital.at, Editors: Meral Akin-Hecke, David Röthler, Education Group GmbH, Peter Eiselmair, Monika Andraschko, pp.282 – 285

Kurzbeschreibung #iMooX auf WerdeDigital.at

Angelika Güttl-Strahlhofer hat auf der Plattform werde.digital.at einen längeren Beitrag über imoox.atgeschrieben. Unter anderem wird im Text auch der Kurs „Gratis Online Lernen“ vorgestellt. 🙂

(C) Werde.digital.at https://www.werdedigital.at/2015/03/imoox-eine-oesterreichische-mooc-plattform/

(C) Werde.digital.at https://www.werdedigital.at/2015/03/imoox-eine-oesterreichische-mooc-plattform/

[publication] Warum​ Trainer_innen​ und ​Lehrende​ offene​ Bildungsressourcen ​benötigen

Ich durfte am neuen Buch „Das neue Arbeiten im Netz“ von der Initiative WerdeDigital.at mitarbeiten und ein Kapitel mit Sandra rund um freie Bildungsressourcen schreiben. Das gesamte Buch findet man hier, unseren kleinen Essay hänge ich gleich hier dazu.

Zitation: Schön, S.; Ebner, M. (2015) Warum​ Trainer_innen​ und ​Lehrende​ offene​ Bildungsressourcen ​benötigen, In: Das neue Arbeiten im Netz, Akin-Hecken, M. & Röthler, D. (Hrsg.), edition mono/monochrom, Wien, S. 162-164

Lehrer_innen, Trainer_innen in der Weiterbildung oder Lehrende an Hochschulen sind auf gute Lern- und Unterrichtsmaterialien angewiesen. Und natürlich nutzen sie, wie viele Wissensarbeiter_innen das Internet, um da und dort etwas nachzulesen, sich inspirieren zu lassen oder um Vorarbeiten von anderen zu nutzen.
Zwar ist die Nutzung von Internetmaterialien für das individuelle Lernen aus rechtlicher Perspektive weitgehend unbedenklich, wenn Lehrende jedoch Material aus dem Internet für ihren Unterricht verwenden möchten, setzt ihnen das Urheberrecht insbesondere im deutschsprachigen Raum enge Grenzen. Ungefragt dürfen i.d.R. keine Texte, Bilder oder Videos eingesetzt werden31.
Wenn Lehrende ihre Unterlagen nicht komplett neu erstellen und auf der sicheren Seite sein möchten, hilft Ihnen seit einigen Jahren der Griff zu bzw. die gezielte Suche nach sogenannten “offenen Bildungsressourcen” (engl. “Open Educational Resources”, kurz OER). Darunter werden Materialien für Lernende und Lehrende verstanden, welche kostenlos im Web zugänglich sind, über eine entsprechende Lizenzierung zur Verwendung verfügen und auch zur Modifikation freigegeben sind (Geser 2007; Mruck et al. 2013). Dazu werden v.a. die Creative-Commons-Lizenzen eingesetzt (i.d.R. werden die Lizenzen CC BY und CC BY-SA als OER-konform betrachtet).
Einige Initiativen und Projekte zeigen, dass offene Bildungsressourcen gefragt sind. So verzeichnet das offene Lehrbuch “Lernen und Lehren mit Technologien” (kurz L3T, l3t.eu) bereits mehr als 360.000 Downloads, beim ersten offenen Online-Kurs zum Thema (coer13.de) haben sich mehr als 1.000 Lernende angemeldet und die UNESCO wie auch die Europäische Kommission fordern und fördern seit einigen Jahren OER-Aktivitäten.
OER sind auch eine Hilfe, wenn der Unterricht mit modernen Hilfsmitteln – Laptops, Tablets und Beamer – durchgeführt wird. Lehrende können moderne Geräte wie den Beamer im Klassenzimmer oder dem Seminarraum oft nicht nutzen, ohne sich in einem juristischen Graubereich zu befinden, da die Vorführung einer sogenannten “Digitalkopie” im Unterricht nur in Ausnahmefällen erlaubt ist.
Die gängige Praxis, dass für den Unterricht oder für Lehrgänge spezifische Lehrwerke eingesetzt werden, die in der Regel (zumeist nur) in gedruckter Form zur Verfügung gestellt werden, setzt der OER-Verbreitung derzeit enge Grenzen. Gerade in der Schule müssen sich Lehrer_innen an den Aufgaben und der Struktur im Schulbuch orientieren. Übungsvarianten können nicht im Internet veröffentlicht werden, da das Schulbuch urheberrechtlich geschützt ist, also z.B. auch die dort gewählte Reihenfolge der Vokabeln.
Neben den Lehrenden in den unterschiedlichen Bildungssektoren und Branchen profitieren natürlich auch Lernende und Eltern von der Entwicklung von offenen Bildungsressourcen, da sie dadurch hilfreiches Material im Internet finden. Gleichzeitig wirken sich OER und ihre Förderung auf die etablierten Geschäftsmodelle von (Schul-) Buchverlagen aus. Gerade dort, wo seit vielen Jahren Erfahrung mit der Erstellung von Lehrmaterialien gesammelt wurde, gibt es keine große Begeisterung für diese Bewegung. Wie sich die Bedenken und Widerstände dieser Kritiker_innen und die Erfolge der Aktiven letztlich auf größere bildungspolitische Entscheidungen auswirken, wird sich zeigen. Die Beispiele von Wikipedia und der Open-Source-Bewegung führen jedoch vor, wie vermeintlich alternative Randbewegungen tradierte Prozesse und tradiertes Denken auf den Kopf stellen können.

[publication] Lehren ​und ​Lernen​​ im ​Wandel​ der ​Digitalität

Ich durfte am neuen Buch „Das neue Arbeiten im Netz“ von der Initiative WerdeDigital.at mitarbeiten und ein Grundsatzkapitel zum Lehren und Lernen im neuen Zeitalter schreiben. Das gesamte Buch findet man hier, meinen kleinen Essay hänge ich gleich hier dazu.

Zitation: Ebner, M. (2015) Lehren ​und ​Lernen​​ im ​Wandel​ der ​Digitalität, In: Das neue Arbeiten im Netz, Akin-Hecken, M. & Röthler, D. (Hrsg.), edition mono/monochrom, Wien, S. 23-25

Beginnen wir mit einem kleinen Gedankenexperiment: Stellen Sie sich vor, der Strom fällt aus, nicht für Minuten oder Stunden, nein für Tage oder auch Wochen. Sie haben keine Chance ihn wiederherzustellen. Was passiert nun? Was können Sie plötzlich alles nicht mehr tun? “Vieles!” wird Ihre Antwort sein und wenn Sie länger darüber nachdenken, wirkt es vielleicht sogar lebensbedrohlich, denn auch Heizungen oder Krankenhäuser sind vom Stromnetz abhängig. Für viele Generationen vor uns war Strom nicht lebensnotwendig. Wir hingegen wurden in eine Welt hineingeboren, die diese technische Errungenschaft als gegeben betrachtet.
Ähnliches passiert soeben mit dem Internet – mit dem Wandel von einer analogen in eine digitale Welt. Kinder von heute werden es als selbstverständlich ansehen, dass das World Wide Web vorhanden ist, dass dort Unmengen an Daten vorhanden und die meisten Anwendungen oft auch noch kostenfrei zugänglich sind.
Ein Leben ohne Internet können sie sich oft gar nicht vorstellen. Vielmehr kann man davon ausgehen, dass es zu ihrem Alltag gehört und als selbstverständlich wahrgenommen wird. Dass dies natürlich Auswirkungen auf die Bildung hat, ist nur konsequent weitergedacht. Daher steht unser Bildungssystem vor einer großen Herausforderung, einem Umbruch der so bisher noch nicht stattgefunden hat. Dazu ein weiteres Gedankenspiel: Eine Schulanfängerin, die dieser Tage freudig die Volksschule betritt (2015), kommt im Jahr 2019 in die Sekundarstufe. Sie wird die Matura 2027 ablegen und an die Tore der Universitäten klopfen, um dann 2032 ihren Hochschulabschluss zu feiern. Danach geht es in die Berufswelt. Jetzt stellt sich die Frage, ob unser Bildungssystem derzeit in der Lage ist unsere Kinder für die Jahre 2030+ vorzubereiten.
Unter dem Druck dieses enormen Wandels sehen wir heute zwei wichtige Kompetenzen, die das Bildungssystem von morgen berücksichtigen muss:

  1. Medienkompetenz: Umgang mit Medien aller Art und ihre Anwendung in der Gesellschaft.
  2. Informatikkompetenz: Um den Umgang zu verstehen ist es natürlich auch wesentlich zu verstehen, wie die dahinter liegenden Computer funktionieren.

Dass die Vermittlung / der Unterricht heute von Technologie gestützt sein muss, ist notwendig, um die Gesellschaft von morgen adäquat vorzubereiten – digital eben.