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covid19

[presentation] Digitale Lehre in Zeiten von COVID-19 an einer Technischen Universität #tugraz #covid #covid19

Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung hat angefragt ob wir eine kurze Rückschau machen können über das vergangene Semester an der TU Graz und vor welchen Herausforderungen wir nun stehen. Das sind meine Folien hierzu:

„DIGITAL first“ ist das Motto der TU Graz für das Winteremester #covid19 #tugraz

Zurück aus dem Urlaub widmen wir uns nun dem Wintersemester an der TU Graz. Unter Auflage aller hygienischen Bedingungen und auch in Anbetracht möglicher Stadien die wir regional zu beachten haben, wollen wir aber soviel Präsenzlehre zulassen wie möglich ist. Insbesondere wollen wir es dort ermöglichen wo diese dringend notwendig ist – im Bereich der Labore, bei besonderen diskursiven Einheiten oder auch im Bereich von Lehrveranstaltungen für Erstsemstrige um den Einstieg an der Universität gut zu meistern. Unser Motto lautet daher „digital first“ mit der Botschaft, dass wir dort wo digitale Technologien sinnvoll verwendet werden können, es umgesetzt wird. In weiterer Folge hoffen wir, dass dann Räume frei werden um Präsenlehre, wo nötig, zu erlauben.
Dazu gibt es auch ein kleines Video:

[publication] Die Monster-MOOC-Weiterbildung – Erfahrungen mit der Übertragung eines interaktiven Präsenzworkshops in den digitalen Raum #covid19 #research #workshop

Einen interaktiven Workshop gestalten: geschenkt. Doch wie bringt man ihn in den virtuellen Raum? Ich habe die Herausforderung in der COVID-19-Krise angepackt und ein Workshopdesign, mit dem wir im Präsenzformat bei der Universität Passau (Lehre+ Hochschuldidaktik) gute Erfahrungen gemacht haben möglichst 1:1 in den virtuellen Raum übertragen und dort mit Lehrenden der FH Salzburg durchgeführt.

Im Beitrag wird das Konzept eines Präsenzworkshops zur Einführung von MOOCs (Massive Open Online Courses) für Lehrende an Hochschulen vorgestellt, wie es im Jahr 2013 mit hohen Anteilen von Interaktion und Gruppenarbeit entwickelt wurde. In der Folge der COVID-19-Krise und Umstellung auf Home Office und Online-Begegnungen wurde versucht, das methodisch-didaktische Konzept möglichst gleichartig in den digitalen Raum zu übertragen. Im Artikel wird beschrieben, welche Tools dabei zum Einsatz kamen und wie sie sich auf die Arbeitsweisen und -ergebnisse ausgewirkt haben.

Man kann jetzt nicht nur nachlesen wie wir Workshops für MOOC-Einsteiger/innen gestalten in Präsenz und Online gestalten, sondern auch, auf was man beim Übertragen ins Online-Format achten sollte.

[publication] COVID-19 Epidemic as E-Learning Boost? Chronological Development and Effects at an Austrian University against the Background of the Concept of “E-Learning Readiness” #covid19 #tugraz

Our first research article concerning the situation of COVID-19 titled „COVID-19 Epidemic as E-Learning Boost? Chronological Development and Effects at an Austrian University against the Background of the Concept of “E-Learning Readiness” is published right now.

Abstract:
The COVID-19 crisis influenced universities worldwide in early 2020. In Austria, all universities were closed in March 2020 as a preventive measure, and meetings with over 100 people were banned and a curfew was imposed. This development also had a massive impact on teaching, which in Austria takes place largely face-to-face. In this paper we would like to describe the situation of an Austrian university regarding e-learning before and during the first three weeks of the changeover of the teaching system, using the example of Graz University of Technology (TU Graz). The authors provide insights into the internal procedures, processes and decisions of their university and present figures on the changed usage behaviour of their students and teachers. As a theoretical reference, the article uses the e-learning readiness assessment according to Alshaher (2013), which provides a framework for describing the status of the situation regarding e-learning before the crisis. The paper concludes with a description of enablers, barriers and bottlenecks from the perspective of the members of the Educational Technology department.

Website Future Internet

[full article @ ResearchGate]
[full article @ journal’s homepage]

Reference: Ebner, M.; Schön, S.; Braun, C.; Ebner, M.; Grigoriadis, Y.; Haas, M.; Leitner, P.; Taraghi, B. COVID-19 Epidemic as E-Learning Boost? Chronological Development and Effects at an Austrian University against the Background of the Concept of “E-Learning Readiness”. Future Internet 2020, 12, 94.

[video] Procedure and behavioural guide for on-campus exams (staff) #tugraz #covid19

Graz University of Technology has started beginning with May 18th 2020 to conduct on-campus exams after the COVID-19 lockdown. To meet the hygienic requirements we created two video series, which explains step by step how to do it – one for students and one for the staff/lecturers. The videos for students we published here, now also the series the staff:

English version:

German version:

[video] Procedure and behavioural guide for on-campus exams (students) #tugraz #covid19

Graz University of Technology has started this week to conduct on-campus exams after the COVID-19 lockdown. To meet the hygienic requirements we created this video, which explains step by step how to do it.

English version:

German version:

[corona] Die zweite Woche reiner virtueller Lehre an der TU Graz #COVID19 #tugraz

So, der Virus hat alles weltweit im Griff und wir sind von einer extrem hektischen erste Woche (ich hatte hier schnell berichtet) ebenso unter Volldampf in die zweite gestartet. Das Gute ist, dass es neben all den Mühen doch Erfolge gibt. Es geht stetig voran, Lehrende sind extrem bemüht und sehr dankbar, wenn wir ihnen unter diesen Rahmenbedingungen noch weiterhelfen können. Ich bin mal zuversichtlich, dass wir uns vielleicht im Laufe dieser Woche konsolidieren können – es gibt die ersten Anzeichen dafür. Und ein ganz großes Danke an alle für das tolle Feedback, dass wir bekommen – wir freuen uns, dass die jahrelangen Vorarbeiten doch nicht ganz umsonst waren 🙂
Hier wieder zur Dokumentation meine Facebook-Postings der letzten Woche:

Online-Lehre next Level:

So im Hintergrund wurden die Server hochgefahren, haben vor allem neue Speicherplatten bekommen, die werden uns absehbar zu klein. Warum? Weil die Lehrenden imm mehr Aufzeichnungen erstellen und diese beginnen hochzuladen. Für so einen Pulk sind wir ja nicht ausgelegt. Der Streaming-Server hat auch auch neue Hardware bekommen – alles mit Nacht-und-Nebel-Aktionen. Und dann passiert es – super große Aufzeichnungen ins Moodle gespielt mit anschließenden E-Mails an alle Studierenden, dass diese jetzt vorhanden sind. Wohl mehrere hundert Lernenden saugen sich das File motiviert runter und bringen das Netzwerk um ???

Ich nehm es mit Humor, wenn mir vor zwei Wochen jemand gesagt hat, dass diese/r Professor/in es schafft die Infrastruktur zum Erliegen zu bringen, ich hätte Hab und Gut verwettet, dass das niemals eintreten wird. Es zeigt eigentlich nur mit welcher Motivation hier gearbeitet wird ?

Facebook-Post am 16.3.2020

So wieder einen Anruf von Medien gehabt. Anscheinend will man es immer noch so hören, aber so schlecht ist die virtuelle Lehre nicht in Österreich. Im Gegenteil für das, dass wir über Nacht den Schalter umgelegt haben, performen alle wirklich sehr sehr gut – ohne Ausnahme. Es war nur keine Bildungsinstitution je dafür ausgelegt. Wenn ich es vielleicht noch 100mal sage, dann glaubt man es vielleicht auch. Vielmehr ein Lob den fleißig arbeitenden Menschen – in meinem Fall jenen der Technische Universität Graz – ihr seid grandios ?.

Facebook-Post am 17.3.2020

Und wir (Technische Universität Graz) leben immer noch ? – es wird seit einer Woche gestreamt, die Lehrenden halten ihre Vorlesungen, die Studierenden schauen zu. Von einem digitalen Alltag sind wir zwar noch weit entfernt, aber es steigt und steigt – manchmal schneller als uns auf den Systemen das lieb ist ??

Facebook-Post 19.3.2020

[corona] Bilanz nach einer Woche virtueller Lehre im Zeichen des Corona-Virus #COVID19 #tugraz

Ich hatte mir vorgenommen, dass ich auch berichte wie es uns – also in meinem Fall der Abteilung Lehr- und Lerntechnologien an der Technischen Universität Graz – so geht unter den drastischen Maßnahmen veursacht durch den Corona-Virus. Am 10. März 2020 hieß es mehr weniger innerhalb von Minuten, dass es ab 11.3.2020 keine Lehrveranstaltungen mehr vor Ort abgehalten werden und ab sofort alles in mittels Online-Lehre durchzuführen ist. Das hat mich und mein Team zwar nicht komplett überraschend getroffen, weil wir uns bereits im Vorfeld Überlegungen für ein solches Szenario gemacht hatten, aber Theorie & Praxis sind bekanntlich doch zwei paar Schuhe 🙂 .
Ich wollte also noch darüber bloggen, dafür blieb keine Zeit mehr – wir wurden quasi von der Lawine angefahren und versuchten der Lage Herr zu werden (sind wir aber immer noch nicht). Damit aber nicht alles an Gedanken verloren geht, habe ich ein paar wenige Worte auf Facebook verloren. Warum Facebook? Ganz einfach, diese Posts sind entstanden wie ich über den Grazer Hauptplatz gelaufen bin, am Smartphone, schnell und einfach – zu mehr war ich nicht in der Lage.
Daher hier jetzt einfach die ersten 3 Posts die ich auf Facebook gemacht hatte, damit es mir selbst in meiner Timeline verloren geht – vielleicht brauch ich es ja nochmals:

Ehrlich – ich hab mir vorgenommen ein wenig zu berichten über die Abschaltung des Lehrbetriebs und den Übergang in die „virtuelle Lehre“. Mir war bewusst dass der Schritt hart ist, aber es schlimmer als hart ?

Noch nie war die Inbox so voll (und wer meine kennt die ist normalerweise wirklich voll), noch nie waren die anderen Kommunikationskanäle so im Betrieb (Slack, Telefon, Signal, ….). Trotzdem kommen wir vorwärts, das ist die gute Nachricht.

Zum Schluss mein Ereignis des Tages: erschreckend wie so eine Geistervorlesung aussieht. Wo mehr als 350 Studierende normalerweise sitzen, nun niemand. So habe ich mir das nicht vorgestellt die digitale Lehre. Ich habe geraden großen Respekt vor unseren Lehrenden die trotz der widrigen Umstände versuchen die universitäre Lehre aufrecht zu erhalten. Das ist auch eine Leistung die man würdigen muss.

Facebook-Post am 11.3.2020

Muss wieder mal etwas loswerden: Ich habe wirklich noch nie ein deratiges Bemühen erlebt, die Lehre aufrecht zu erhalten. Alle Lehrenden sind unter dieser enormen Belastung tatsächlich dran, ihre Lehrveranstaltungen aufzuzeichnen und virtuell etwas anzubieten.

Es ist in dieser schwierigen Zeit tatsächlich unglaublich schön zu sehen, dass die Lehre der Universität ein viel höhren Stellenwert hat, als der übliche Alltag es immer so darstellt.

Danke an alle Lehrenden – in meinem Fall jener der Technische Universität Graz – , danke alle Studierenden die mit viel Geduld die neuesten Infos abwarten und danke an all die Personen rund um mich, die unermüdlich seit Tagen daran arbeiten die Universität am Leben zu halten. ❤️?

Ich bin voller Demut, diese Leistungen sind gerade unglaublich …..

Facebook-Post am 13.3.2020

So, jetzt mal eine erste Bilanz wie es so läuft an der Technische Universität Graz: Wir streamen aus 3 Hörsälen – die Geistervorlesungen haben im Schnitt 200 Studierende die den Livestream ansehen, Spitzenreiter ist eine Veranstaltung mit knapp 400. Das ist schon beeindruckend, da spielt sich was ab auf den Servern und im Netzwerk.

Wohl die Hälfte aller Lehrenden besitzen mittlerweile einen WebEx-Account und machen ungefähr 350 WebEx-Meetings pro Tag. Etwa 90% haben hervorragende Qualität und bei knapp 10% scheint die Verbindung nicht so gut zu sein (liegt mit großer Wahrscheinlichkeit daran, dass hier schlechtes WLAN verwendet wird). Spitzenreiter hier eine Lehrende mit mehr als 70 Studierenden in einem Raum.

Der Rest verwendet intensiv das TeachCenter (Moodle) – ich vermute auch, dass nächste Woche dieser Teil ansteigt. Wir werden weiter beobachten natürlich ?

Also Kompliment und großen Dank an sehr diszipliniert arbeitendene Lehrende, Studierende und Service. In einer derartigen Geschwindigkeit alles so umzusetzen geht wirklich nur wenn jedes kleine Zahnrad mitmacht – ohne Ausnahme. Jetzt erholen wir uns aber alle einmal, das gesellschaftliche Leben braucht ebenso unsere Arbeitskraft und Umsicht.

Facebook-Post am 14.3.2020