Desinformation ist aktueller denn je – von polarisierenden Informationen zu Wahlkämpfen bis zu KI-generierten Deepfakes. Unser neuer Selbstlernkurs „Meinungsbildung und Desinformation“ stärkt Informationskompetenz und unterstützt dich dabei, eine reflektiert-fragende Haltung gegenüber Medieninhalten zu entwickeln. Teilnehmende lernen, Informationen kritisch einzuordnen, Quellen zu prüfen und manipulative Inhalte zu erkennen – eine Schlüsselkompetenz für demokratische Teilhabe und Verantwortung.
Es freut mich, dass ich nach 3 Jahren nochmals bei Andreas zu Gast sein durfte in seinem großartigen LectureCast. Dieses Mal rund um das Thema der KI-Avatare.
Nach gut 3 Jahren zum zweiten Mal zu Gast im LectureCast ist PD Dr. Martin Ebner, Leiter der Abteilung für Lerntechnologien an der TU Graz und Kopf der österreichischen MOOC-Plattform iMOOX-AT. Im Mittelpunkt unseres Gesprächs steht die KI-gestützte Produktion von Lehrvideos mit Avataren und mehrsprachigen Synchronisierungen. Ebner schildert, wie an der TU Graz zunächst aus dem Wunsch nach niedrigschwelliger Mehrsprachigkeit im europäischen Hochschulraum heraus erste Experimente mit Talking-Head-Avataren entstanden, welche Rolle das Prinzip „Human in the Loop“ dabei für die Qualitätssicherung spielt und welche rechtlichen wie ethischen Fragen insbesondere in Bezug auf das synthetisierte Double dabei noch ungeklärt sind. Darüber hinaus diskutieren wir, ob die Personalisierung von Lernmaterialien durch KI mittelfristig zu einem Paradigmenwechsel in der Hochschullehre führt: weg vom idealtypischen Lehrenden-Avatar, hin zu einem Lernangebot, das Lernende selbst nach ihren Präferenzen konfigurieren können. Ebners Fazit bleibt dabei nüchtern-optimistisch: je mehr Technologie, desto wichtiger werde die Rolle der Lehrperson für die Orchestrierung des Lernprozesses.
Our publication about „Enhancing Synchronous Collaborative Learning with AI-Supported Audience Response Systems: The EchoQuiz Approach“ is now online available.
Abstract: This paper introduces echoQuiz, an open-source, AI-supported Audience Response System (ARS) designed for synchronous university (online) teaching with open-ended questions. The system follows a two-phase interaction model: In the quiz phase, students/learners submit their responses and then rate their peers’ responses. In the echo phase, the instructor highlights one response for group reflection, with all responses remaining anonymous. To ease the interpretation of open responses, the lecturer can be assisted by an AI system during live sessions. Developed with an Educational Design Research (EDR) approach, echoQuiz was piloted in synchronous university courses with a total of 62 participants. Survey results show high motivation and moderate perceived learning gains. The findings suggest that free-text interaction, supported by AI, can enhance engagement and adaptability in digital classrooms.
Im März hatten wir unsere Kick-Off Veranstaltung für die neue DigiSET-Initative die Themen Nachhaltigkeit, digitalen Unterricht, KI und OER zusammenzubringen. Wir freuen uns natürlich sehr, dieses Vorhaben unterstützen zu können: Denn genau diese Themen gehören zusammen – aktueller geht es kaum.
Damit wir nicht irgendetwas machen, möchten wir ein klares Bild vom Status Quo, insbesondere zu den bisherigen Erfahrungen und Kompetenzen von (angehenden) Lehrkräften gewinnen. Wir sind natürlich auch schon sehr gespannt, ob die langjährigen Initiativen in Österreich rund um Bildung für Nachhaltige Entwicklung, digitalen Unterricht, insb. die Einführung des Schulfachs Digitale Grundbildung, und seit einigen Jahren verstärkte (biildungs-)politische Initiativen zu Künstlicher Intelligenz und Offenen Bildungsressourcen im Unterricht sich auch im europäischen Vergleich der Daten zeigen werden.
Aufruf an alle (angehenden) Lehrkräfte in Österreich!
Gestalten Sie die Zukunft der Lehrer:innenbildung mit, indem Sie Ihre Sicht auf nachhaltigen, digitalen Unterricht teilen. Auf Grundlage Ihrer Rückmeldung gestalten wir mit Partnern aus 8 Ländern im Projekt DigiSET Materialien und Trainings zur Nutzung digitaler Technologien – insbesondere von AI – zur Gestaltung von offenen Bildungsressourcen für nachhaltigen Unterricht und Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Dabei wird u.a. auch der ressourcenschonenden Einsatz von IT, der Gender-Bias von AI und Möglichkeiten für inklusiven Unterricht adressiert.
Vielen Dank für Ihre/Eure Unterstützung! – Teilen ist natürlich sehr erwünscht
Über Kontaktaufnahme von bestehenden Gruppen und ähnlichen Initiativen in Österreich freuen wir uns natürlich ebenso, damit das Ganze dann auch gut passt und umgesetzt werden kann.
Im Rahmen der Tagung für Schulleiter*innen durfte ich eine Keynote halten zum Thema „Wenn KI (Schul-) Alltag ist, dann …“ – die Folien sind nun auch online verfügbar:
Wir haben einen kurzen Beitrag zu sieben Mythen verfasst in Bezug auf die KI-Nutzung auf Basis vieler Beobachtungen und Workshops bzw. Umfragen mit Anwender:innen:
Wer das Internet nutzt, kommt im Frühjahr 2026 nicht um Anwendungen generativer Künstlicher Intelligenz (kurz KI) herum. Suchmaschinen bieten neben Links standardmäßig KI-generierte Antworten an, Chatbots unterstützen bei der Buchung von Websites, Schüler:innen lassen sich Tests passend zu den Arbeitsblättern der Lehrer:innen generieren usw. – Doch nicht alles, was uns die KI-Anwendungen liefern, wie wir sie nutzen und ihre Ergebnisse verstehen, ist zutreffend und unproblematisch. Das liegt auch an Missverständnissen darüber, wie KI-Anwendungen funktionieren. Aus unserer Sicht – es gibt dazu noch keine empirische Evidenz – verdienen folgende sieben Aussagen besondere Aufmerksamkeit, insbesondere auch im Kontext von Bildung, Schule und Hochschule:
KI-Anwendungen sind neutral, objektiv und vorurteilsfrei
KI-Anwendungen arbeiten logisch
KI-Anwendungen denken und lernen wie Menschen
KI-Anwendungen sind empathisch
KI-Anwendungen sind ökologisch und sozial problemlos
KI-Nutzung ist rechtlich einwandfrei
KI-Anwendungen machen Wissen und Kompetenzentwicklung überflüssig
In diesem Beitrag möchten wir diese als „Mythen“ bezeichneten Aussagen beschreiben und aufzeigen, dass und warum sie nichtzutreffend sind. Damit möchten wir einen zukünftig fundierten Umgang und durch die Beschreibung von KI-Mythen Forschung dazu initiieren und unterstützen.
Zitation: Schön, S.; Brünner, B.; Ebner, M., Diesenreither, S., Hanfstingl, B. & Krammer, G. (2026). Sieben Mythen der KI-Nutzung. Report. Graz University of Technology. DOI: 10.3217/170mc-8z498
This is an impactful contributions, methodological rigor, and exceptional novelty in the research field of AI in education.
Im Rahmen der Veranstaltung „Curricula entwickeln mit KI und anderen Tools“ von e-Teaching.org durfte ich einen Workshop zu „MOOCs im Curriculum und das vielleicht auch noch KI-gestützt?“ gestalten. Hier gibt es noch meine Folien nachgereicht:
In dieser Folge spricht Benedikt Brünner vom Institute of Human-Centred Computing über seine Forschung zu digitaler Bildung und den verantwortungsvollen Einsatz von KI im Lehr- und Lernprozess. Er gibt Einblicke in seinen Weg vom Lehramt zurück an die TU Graz, erläutert Chancen und Grenzen von KI in der Hochschullehre und zeigt, wie KI-Tutor:innen, gezieltes Prompting und KI-gestützte Lernmaterialien Lehrende und Studierende unterstützen können.
Damit möchte ich mich auch in die Weihnachtspause 2025 verabschieden und mich gleichzeitig bedanken, dass so viele Personen hier mitlesen. Ich darf allen ein schönes Weihnachtsfest 2025 wünschen, sowie ein gutes und gesundes Jahr 2026. Im Jänner 2026 beginn ich gerne wieder mit alter Frische.