[publication] Digital native students? Web 2.0-Nutzung von Studierenden.

haupt_logo_ngIch habe zusammen mit Mandy Schiefner einen Beitrag für e-teaching.org zum Themenspecial Medienkompetenz verfasst. Ziel ist die von uns erhobenen Daten von StudienanfängerInnen darzulegen und zu interpretieren, um zu sehen sich derzeit bereits eine Veränderung der Medienkompetenz in Hinblick auf Web 2.0 Nutzung zeigt:

In einem Langtext gehen Martin Ebner und Mandy Schiefner der Frage nach, inwieweit Studierende „Web 2.0 –Kompetenz“ mitbringen.
In einem ersten Schritt versuchen sie diese Frage anhand der Nutzung von Social Software-Applikationen zu beantworten. Gerade im Bereich Web 2.0 spielt vor allem die interaktive bzw. die partizipative Komponente eine große Rolle. Die Nutzung stellt dabei einen allerersten Zugang zur Beantwortung der Kompetenzfrage dar. Es werden dazu Umfragedaten von der TU Graz und der Universität Zürich vorgelegt und interpretiert.

Hier gibt es die Veröffentlichung.

Nutzerstudie zur Deutschen Digitalen Bibliothek

Ich bin gefragt worden an einer Nutzerstudie zur Deutschen Digitalen Bibliothek teilzunehmen und es auch im Blog bekannt zu machen. Dem komme ich natürlich gerne nach, zumal ich es für uns wissenschaftlich tätige Personenein ein sehr wichtiges Thema ist:

Deutschland bekommt ein digitales kulturelles Gedächtnis. Wie das Zugangsportal zu der digitalisierten deutschen Kultur aussehen könnte, untersucht eine Studie der Deutschen Nationalbibliothek. Ziel der Studie ist es, die Vorstellungen, Erwartungen und Wünsche der zukünftigen Nutzer einer Deutschen Digitalen Bibliothek zu erfassen. Die geplante Plattform wird Kulturbestände aus Museen, Bibliotheken, Archiven und Mediatheken digital zugänglich machen und vernetzen.
Die Deutsche Digitale Bibliothek dient als nationales Zugangsportal innerhalb einer Europäischen Digitalen Bibliothek, an der sich alle EU-Mitgliedsstaaten beteiligen werden. Im Mittelpunkt der EU-Initiative „i2010“ steht ein einheitlicher europäischer Informationsraum, der die verschiedenen Kulturen integriert.
Interessierte können die Deutsche Digitale Bibliothek mit Ihrer Teilnahme an der Studie aktiv mitgestalten.

Link zur Studie und hier gibt es weitere Informationen.

Twitter under the microscope

Dank Klaus Eck (@klauseck) bin ich auf eine sehr interessante Veröffentlichung über die Zusammenhänge von Follower/Friends bei Twitter gestoßen.
B. A. Huberman, D. M. Romero und F. Wu haben diese in ihrer PublikationSocial networks that matter: Twitter under the microscope“ untersucht:

Scholars, advertisers and political activists see massive online social networks as a representation of social interactions that can be used to study the propagation of ideas, social bond dynamics and viral marketing, among others. But the linked structures of social networks do not reveal actual interactions among people. Scarcity of attention and the daily rhythms of life and work makes people default to interacting with those few that matter and that reciprocate their attention. A study of social interactions within Twitter reveals that the driver of usage is a sparse and hidden network of connections underlying the “declared” set of friends and followers.

Die wesentlichen Aussagen sind:

  • Anzahl der Tweets nimmt mit Anzahl der Followers zu, sättigt sich aber dann etwa bei einer Zahl von 400
  • Anzahl der Tweets steigt stetig mit steigender Anzahl an Freunden (jenen Followers mit denen aktiv kommuniziert wird über „@“).
  • Verhältnis zwischen Freunden und Followern liegt durchschnittlich bei 0,13 und die Anzahl der Freunde nimmt kaum mehr zu ab mehr als 400 Follower.

Die Autoren fassen zusammen, dass die Freunde (im speziellen bei Twitter) nicht unendlich sondern im Gegenteil sehr beschränkt sind und diese nicht direkt proportional zu den Followern sind. Die Vermutung liegt nahe, dass die Aufmerksamkeitsgrenze des Menschen irgendwann einfach erreicht ist. Nach der Auflösung der Kommunikationsverläufe sprechen sie von einem „Hidden Network“, welches sich wesentlich vom augenscheinlichen Social Network auf Twitter unterscheidet.

[study] US – Majority of Kids Are Computer Savvy

Eine interessante Studie „Simmons Kids Fall 2007 Full Years Study“ zeigt die Änderung der Kinder im Umgang mit digitalen Medien:

An overwhelming majority (89%) of all kids age 6-11 in the US spend at least some time doing online activities and – though many of their basic social activities haven’t changed much over the years – they have vastly different communication styles and preferences than older age groups, according to a study from Experian Consumer Research.

Ähnlich der JIM-Studie wird auch hier die Änderung der Online Kommunikation in den Vordergrund gestellt und dies ist vorallem aus Sicht von e-Learning wesentlich.
Hier noch eine Grafik zur generellen Online Aktivität von Kindern:

Ist der Wandel zur NetGeneration vollzogen?

So dramatisch sehe ich es zwar noch nicht, aber die neue JIM-Studie (Jugend, Information, Multimedia) [.pdf] liegt nun vor (bzw. ich bin dazu gekommen sie zu lesen) und zeigt doch beachtenswerte Resultate:

Die 12- bis 19-Jährigen können heute auf ein enormes Medienangebot zurückgreifen.
Erstmals in der zehnjährigen Geschichte der JIM-Studie zeigt sich, dass Jugendliche eher einen Computer als einen Fernseher besitzen. […]
Im Medienalltag stehen Computer und Fernseher an erster Stelle, dicht gefolgt von Handy, Internet und MP3-Player. […]
Nahezu alle Jugendlichen zählen zu den Internetnutzern und Internet bedeutet für die Generation der 12- bis 19-Jährigen in erster Linie Kommunikation, also die Nutzung von Instant Messenger, E-Mail, Chat und Communities. Weiter wird das Internet zum Spielen, zur Informationssuche und als Unterhaltungsmedium genutzt. Da das Internet mittlerweile auch klassische Medien wie Fernsehen, Radio oder Zeitungen umfasst, hat es aufgrund seiner Multifunktionalität bei Jugendlichen die größte Bindungskraft. Vor die Wahl gestellt, auf welches Medium sie am wenigsten verzichten könnten, würden sich die meisten Jugendlichen für das Internet entscheiden. […]
Besondere Bedeutung kommt derzeit den Online-Communities zu, die von über der Hälfte
der Internetnutzer regelmäßig besucht werden.

Diese Aussagen sind interessant und zeigen wohin wir auch die Forschung im e-Learning Bereich zu richten haben. Kommunikation ist eines der wesentlichsten Elemente im Lernprozess und das Kommunikationsverhalten wird durch Internet und Mobiltelefon entscheidend verändert. Hier gilt es anzusetzen um zu sehen wo Bildungsinstitutionen sich dieser Medien bedienen können, damit eine Steigerung in der Lehr- und Lernqualität erzielt werden kann.