Ist der Wandel zur NetGeneration vollzogen?

So dramatisch sehe ich es zwar noch nicht, aber die neue JIM-Studie (Jugend, Information, Multimedia) [.pdf] liegt nun vor (bzw. ich bin dazu gekommen sie zu lesen) und zeigt doch beachtenswerte Resultate:

Die 12- bis 19-Jährigen können heute auf ein enormes Medienangebot zurückgreifen.
Erstmals in der zehnjährigen Geschichte der JIM-Studie zeigt sich, dass Jugendliche eher einen Computer als einen Fernseher besitzen. […]
Im Medienalltag stehen Computer und Fernseher an erster Stelle, dicht gefolgt von Handy, Internet und MP3-Player. […]
Nahezu alle Jugendlichen zählen zu den Internetnutzern und Internet bedeutet für die Generation der 12- bis 19-Jährigen in erster Linie Kommunikation, also die Nutzung von Instant Messenger, E-Mail, Chat und Communities. Weiter wird das Internet zum Spielen, zur Informationssuche und als Unterhaltungsmedium genutzt. Da das Internet mittlerweile auch klassische Medien wie Fernsehen, Radio oder Zeitungen umfasst, hat es aufgrund seiner Multifunktionalität bei Jugendlichen die größte Bindungskraft. Vor die Wahl gestellt, auf welches Medium sie am wenigsten verzichten könnten, würden sich die meisten Jugendlichen für das Internet entscheiden. […]
Besondere Bedeutung kommt derzeit den Online-Communities zu, die von über der Hälfte
der Internetnutzer regelmäßig besucht werden.

Diese Aussagen sind interessant und zeigen wohin wir auch die Forschung im e-Learning Bereich zu richten haben. Kommunikation ist eines der wesentlichsten Elemente im Lernprozess und das Kommunikationsverhalten wird durch Internet und Mobiltelefon entscheidend verändert. Hier gilt es anzusetzen um zu sehen wo Bildungsinstitutionen sich dieser Medien bedienen können, damit eine Steigerung in der Lehr- und Lernqualität erzielt werden kann.

Nokia N97 -> Nokia against iPhone

So nun ist es soweit: Nokia steigt in den Ring mit dem iPhone und präsentiert den Nachfolger der so erfolgreichen N-Serie – das N97. Ebenfalls mit Touchscreen ausgestattet und all den technischen Vorteilen des N95 soll es im Frühjahr 2009 den Markt stürmen. Man darf also gespannt sein wie es letztendlich ist, aber unberührt wird es die mobile Welt sicher nicht lassen.
Hier das Präsentationsvideo:

Hier der Einsatz:

Weitere Links:

[publication] Usability metrics of time and stress – Biological enhanced performance test of a university wide learning management system

Im Rahmen der USAB 2008 mit dem Thema „HCI & Usability for Education and Work“ haben wir einen Beitrag zu „Usability metrics of time and stress – Biological enhanced performance test of a university wide learning management system“ erstellt.
Abstract:

This paper describes the modification and outcome of a performance test applied to a university wide learning management system under realistic conditions to identify usability problems and to compare measures such as success rate, task time and user satisfaction with requirements. Two user groups with 20 test users each took part in this study. During the whole test psychophysiological parameters of the test persons were monitored and recorded, in order to find event related stress symptoms. Modifications of the original test allowed a faster analysis of relevant quantitative metrics and the collection of qualitative information.

Referenz: Stickel, C., Scerbakov, A., Kaufmann, T., Ebner, M. (2008) Usability metrics of time and stress – Biological enhanced performance test of a university wide learning management system, HCI for Education and Work, Holzinger A. (Ed), Springer, p. 173-184, ISBN 978-3-540-89349-3

Hier gibt es das Buch bzw. einen Entwurf. Weiters steht auch die Aufzeichnung des Vortrages meines Kollegen zur Verfügung.

[video] Wie dachte man anno 1967 im Jahre 1999 zu lernen?

Einen großen Dank an Helge, der dieses Video ausgegraben hat. 1967 stellte man sich die Zukunft so in etwa vor und für mich wieder ganz interessant, dass der soziale Aspekt des Lernens komplett ausgespart wurde (für diese Zeit auch nicht wirklich überraschend). Umso mehr freut es mich, dass dies nicht eingetroffen ist (vor allem wenn ich in das Gesicht des Buben sehe) und wir immer mehr Richtung Communities, Austausch und Diskussion rücken:

[publication] Can Microblogs and Weblogs change traditional scientific writing?

Die Verwendung von Microblogs und Weblogs in unserer Lehrveranstaltung und die Evaluation haben wir im Rahmen dieser Publikation auf der heurigen E-Learn Conference.
Abstract:

This paper describes a follow-up Web 2.0 approach to a technology enhanced master course for students of Graz University of Technology. The lecture “Social Aspects of Information Technology” has a long tradition for using new didactical scenarios as well as modern e-Learning technologies. After using a blogosphere one year ago, this year microblog channels helped to expand the traditional lecture. Students choose (on a voluntary basis) whether they want to participate in a blogging/microblogging group instead of using conventional methods called Scientific Writer/Scientific Reviewer. This study addresses the question whether this method can change the learning outcome into a more reflective one. Furthermore, peer-reviewing groups judge the quality of essays and blog contributions. In this paper we examine if microblogging can be an appropriate technology for assisting the process.
This publication comes to the conclusion that an amazing potential and a new way to work with information is opened when using microblogging. Students seem to be more engaged, reflective and critical in as much as they presented much more personal statements and opinions than years before.

Referenz: Ebner, M., Maurer, H. (2008) Can Microblogs and Weblogs change traditional scientific writing?, Proceedings of E-Learn 2008, Las Vegas, p. 768-776, 2008