Soeben wurde ich auf den Artikel Schule als Strafe aufmerksam. In diesem schreibt Peter Mühlbauer:
Das Modell Schule stammt aus einer Zeit, als Informationsträger sehr teuer waren und aus Kostengründen mit Kreide auf eine Schiefertafel geschrieben werden musste. Die Schiefertafeln verschwanden, der zentrale Ort blieb. Und mit ihm seine Nachteile: Im Vergleich zum bequemen Lernen am eigenen Bildschirm mit relativ freier Zeiteinteilung ist die Situation einer Schule mit langem Schulweg, aggressionsfördernden Busfahrten mit Kämpfen um Sitzplätze und starren Zeiten (vgl. Frühes Aufstehen führt zu Dauer-Jetlag durchaus eine Strafe. Warum sie also nicht als solche einsetzen?
Also in Zukunft bleiben all unsere Kinder zuhause und werden freiwillig mit Hilfe von e-Learning den ganzen Tag am Bildschirm lernen. Wenn sie dann die virtuelle Matura letztendlich geschafft haben, merken sie dann, dass es außer den Eltern noch jemand auf der Welt gibt. Oder doch nicht? Sie könnten die Arbeit ja gleich am Bildschirm weiter machen.
Auch wenn der Artikel vielleicht bewusst provokativ verfasst wurde, er schießt nicht nur weit über das Ziel hinaus, sondern ich glaube genau das wollen wir alle nicht durch unsere Forschungsarbeit erreichen.
